Mittwoch, 3. April 2013

Kommunikation

Manchmal fühle ich mich von allen einfach nur missverstanden. Vielleicht liegt es an meiner Stimme und die Tonlage, in der ich rede...
Wie einfach die Wörter umgedreht werden. Die Sprache ist benutzt und vergiftet, voller Vorurteile und Missverständnissen. Jedes Wort hat für jemanden eine andere Bedeutung.
Und wer kein Meister der Rhetorik ist, hat schlechte Karten.
Man kann ein Nichts sein außer ein guter Redner und kommt gut durch.
Man kann alles erreicht haben, außer ein gutes Sprachvermögen und verliert.

Ist das das Wichtigste? Aufpassen, wie man etwas sagt, anstatt wirklich zu wissen, was man sagt?
Verpackung statt Substanz?
Oberfläche statt Tiefgang?

Mir widerstrebt es, mich in das Bedeutungslose zu verlieren.

Sonntag, 9. Dezember 2012

Winter

Ich liebe den Winter.
Auch wenn es so kalt ist, dafür ist die Luft so frisch und klar. Die Landschaft wirkt vielleicht karg, aber sie bereitet sich darauf vor, wieder zu blühen und im neuen Licht zu erstrahlen.
Der Winter ist ehrlich, er lügt nicht. Er ist unerbittlich und kennt keine Gnade- außer du hast die Möglichkeiten seinen unangenehmen Eigenschaften zu entgehen. Genau dies führt - oder sollte dazu führen- dass wir uns innerlich wärmer fühlen.
Wir versuchen eine Wärme von innen auszustrahlen. Weihnachten, Geschenke und auch warme Getränke...
Anderen helfen, sich selber helfen.
Das Äußere wird weniger beachtet, dein Inneres dafür umso mehr.

Das Los der Zurückhaltenden

Schlechtere Noten durch subjektive Einschätzungen, nach Kriterien wie Rhetorik.
Weniger soziale Kontakte, da Ausdruck und Umgang dabei wichtig ist.
Weniger Respekt, obwohl derjenige am meisten Respekt verdient.
Immer wichtiger wird der Schein. Unwichtiger das Sein. Was für brilliante Aussichten.
Durch dieses Einzwängen und Zurückdrängen wird eine psychische Instabilität meinerseits hervorgerufen. Dieses Bestraftwerden durch das einfache Ausleben der eigenen Persönlichkeit mach mich krank.

Donnerstag, 6. Dezember 2012

Unsere Gesellschaft

Innere Werte werden immer unwichtiger...
Wer sich gut ausdrücken und mit Menschen umgehen kann, ist immer im Vorteil, egal ob wer egoistisch handelt oder nicht.
Ich gebe immer mein Bestes, achte darauf, dass ich das Richtige tue und niemanden verletzte oder behindere.
Aber wen kümmert das schon. Hauptsache du bist beliebt.

Montag, 15. Oktober 2012

Aus deinen Augen

Du siehst das gleiche wie ich- vielleicht in einer anderen Farbe, mein grün könnte aus deiner Sicht mein blau sein- und dennoch könnte es für dich etwas ganz anderes bedeuten. Ein Stift, ein Blatt Papier: Für die einen eine unbegrenzte Welt und für die anderen nur ein Stift, ein Blatt.
Ein kurzer Blick, ein schwaches Lächeln. Vielleicht für dich nichts besonderes aber für mich ein unruhiges Herz.
Und so bewegen wir uns durch die Welt, 7 Milliarden Menschen, die sich ICH nennen und den Rest, 7 Milliarden Minus 1 DU. 7 Milliarden Gesichter, doch nur wenige lassen wir in unseren Kreis... So viele Perspektiven und Sichtweisen, doch wir können nur unsere eigene sehen. Ich wünschte ich könnte deine sehen.

Freitag, 13. Juli 2012

Kontrolliere ich mein Gehirn oder kontrolliert mein Gehirn mich?

Das frage ich mich in letzter Zeit.
Vielleicht ist das Gehirn nur ein "Computer" der mich wie eine Maschine steuert? Oder nur eine Verbindung zu meiner Seele (falls es sowas überhaupt gibt), die ganz woanders, irgendwo im Universum verweilt.
Sollte man die Welt sehen wie Hobbes? Und uns unserem Gehirn "untergeben", denken, es ist einfach so wie es ist und dass man rein gar nichts verändern kann, denn jede scheinbare Veränderung ist ja wieder nur determiniert und es sollte so kommen, es liegt nicht an uns.
Oder denken, das wir etwas bewegen können? Stimmt das? Oder kontrolliert uns da nicht etwas? Wie unsere Umgebung oder Erziehung...
Jede einzelne Sekunde unseres Lebens zählt und bestimmt, was uns schließlich ausmacht. Und da jeder immer was anderes erlebt- dem einen geht es gut, dem anderen schlecht... Ist das nicht unfair?
Meiner Meinung nach, ist alles vorherbestimmt... Wir lassen uns treiben und wenn wir denken, wir würden etwas tun, was sich gegen die Strömung wendet, es ist doch nur ein Teil davon.
Aber trotzdem, das Problem ist, wenn wir so denken, dann wäre doch niemand motiviert zu leben... Also sollte man so tun, als ob alles nicht vorherbestimmt ist, damit man wenigstens nicht zu den Menschen gehört, die keine Lebensfreude haben. Auch wenn das wiederum meiner Meinung nach determiniert ist.
Daran kann ich aber sowieso nichts ändern.

Samstag, 5. Mai 2012

Minderwertigkeitskomplexe

Ich interessiere mich für Psychologie, aber ich habe noch keine richtige Literatur dazu gelesen, was dazu führt, dass ich im Moment kein Fachwissen aufweisen kann. Aber hier schreibe ich zunächst meine Eindrücke dazu.

Minderwertigkeitskomplexe: Ein heikles Thema. Man kann nicht wirklich offen darüber sprechen, außer man hat sehr gute Freunde (und Freunde, die 100% hinter einem stehen, gibt es nicht... natürlich gibt es sehr gute Freunde, aber wer hat es schon mal nicht erlebt, dass ein bester Freund einen hintergangen hat? Und sei es nur ein kleine Lästerei. Sowas ist aber vollkommen natürlich.). Aber Außenstehende können es spüren, wenn jemand Minderwertigkeitskomplexe hat...
Es gibt welche, die setzen eine Maske auf und versuchen, andere von einem zu überzeugen, indem sie versuchen, scheinbar "Schwächere" krampfhaft fertig zu machen. Auf der anderen Seite wiederum gibt es welche, die sich verstecken und untergehen... (Ich glaube diese sind eigentlich die "Stärkeren"... das ist so ein Gefühl... schließlich sind sie mehr oder weniger "sie selbst".)
Beliebt sind beide Varianten nicht, Menschenkenner durschauen sie sofort und die meisten verachten Menschen, die Minderwertigkeitskomplexe haben. Ich denke sogar, dass Menschen mit Minderwertigkeitskomplexen andere Menschen mit Minderwertigkeitspomplexen auch nicht respektieren können! (z.B. die 1. macht die 2. Variante fertig, die 2. hasst dafür die 1. Variante)
Was soll man schon sagen, wenn man MWK hat? "Mir geht es nicht gut. Ich denke, dass ich weniger wert bin als andere. Ich hindere mich selbst an meiner Selbsterfüllung und doch gebe ich, um nicht schlecht dazustehen, anderen die Schuld daran." Es würde nur sehr wenige geben, zu denen man das sagen könnte.
V. a. wenn man der 1.Variante angehört. Wer würde da einen ernst nehmen? Man hat ein Lügengebäude, eine Illusion von Selbstsicherheit konstruiert und plötzlich stürzt sie ein. Wer würde da noch hinter einem stehen? Bei der 2.Variante wäre es schon wahrscheinlicher, dass man darüber redet. Aber andere würden wahrscheinlich schon genug von der Melancholie dieser Person genervt sein. Man würde ihm vorwerfen, immer so traurig zu sein. Das ganze ins Lächerliche ziehen. Sodass man bereut je darüber geredet zu haben. Und schließlich verstummt.

Das einzige, was ich denke, was gegen Minderwertigkeitskomplexe hilft, ist einfach so zu tun als wären sie nicht da. Eine Maske aufsetzen, derjenige versuchen zu sein, der man sein will (damit meine ich nicht, andere zu kopieren oder wie bei der 1.Variante krampfhaft Selbstsicherheit vortäuschen). Bis man von der Umgebung akzeptiert wird. Und wenn man Sympathie von seinen Mitmenschen empfängt, wird die ursprüngliche Maske einverleibt.
Die Minderwertigkeitskomplexe verschwinden langsam... aber auch für immer.