Ich interessiere mich für Psychologie, aber ich habe noch keine richtige
Literatur dazu gelesen, was dazu führt, dass ich im Moment kein
Fachwissen aufweisen kann. Aber hier schreibe ich zunächst meine
Eindrücke dazu.
Minderwertigkeitskomplexe: Ein heikles Thema. Man kann nicht wirklich offen darüber sprechen, außer man hat sehr gute Freunde (und Freunde, die 100% hinter einem stehen, gibt es nicht... natürlich gibt es sehr gute Freunde, aber wer hat es schon mal nicht erlebt, dass ein bester Freund einen hintergangen hat? Und sei es nur ein kleine Lästerei. Sowas ist aber vollkommen natürlich.). Aber Außenstehende können es spüren, wenn jemand Minderwertigkeitskomplexe hat...
Es gibt welche, die setzen eine Maske auf und versuchen, andere von einem zu überzeugen, indem sie versuchen, scheinbar "Schwächere" krampfhaft fertig zu machen. Auf der anderen Seite wiederum gibt es welche, die sich verstecken und untergehen... (Ich glaube diese sind eigentlich die "Stärkeren"... das ist so ein Gefühl... schließlich sind sie mehr oder weniger "sie selbst".)
Beliebt sind beide Varianten nicht, Menschenkenner durschauen sie sofort und die meisten verachten Menschen, die Minderwertigkeitskomplexe haben. Ich denke sogar, dass Menschen mit Minderwertigkeitskomplexen andere Menschen mit Minderwertigkeitspomplexen auch nicht respektieren können! (z.B. die 1. macht die 2. Variante fertig, die 2. hasst dafür die 1. Variante)
Was soll man schon sagen, wenn man MWK hat? "Mir geht es nicht gut. Ich denke, dass ich weniger wert bin als andere. Ich hindere mich selbst an meiner Selbsterfüllung und doch gebe ich, um nicht schlecht dazustehen, anderen die Schuld daran." Es würde nur sehr wenige geben, zu denen man das sagen könnte.
V. a. wenn man der 1.Variante angehört. Wer würde da einen ernst nehmen? Man hat ein Lügengebäude, eine Illusion von Selbstsicherheit konstruiert und plötzlich stürzt sie ein. Wer würde da noch hinter einem stehen? Bei der 2.Variante wäre es schon wahrscheinlicher, dass man darüber redet. Aber andere würden wahrscheinlich schon genug von der Melancholie dieser Person genervt sein. Man würde ihm vorwerfen, immer so traurig zu sein. Das ganze ins Lächerliche ziehen. Sodass man bereut je darüber geredet zu haben. Und schließlich verstummt.
Das einzige, was ich denke, was gegen Minderwertigkeitskomplexe hilft, ist einfach so zu tun als wären sie nicht da. Eine Maske aufsetzen, derjenige versuchen zu sein, der man sein will (damit meine ich nicht, andere zu kopieren oder wie bei der 1.Variante krampfhaft Selbstsicherheit vortäuschen). Bis man von der Umgebung akzeptiert wird. Und wenn man Sympathie von seinen Mitmenschen empfängt, wird die ursprüngliche Maske einverleibt.
Die Minderwertigkeitskomplexe verschwinden langsam... aber auch für immer.
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