Sonntag, 9. Dezember 2012

Winter

Ich liebe den Winter.
Auch wenn es so kalt ist, dafür ist die Luft so frisch und klar. Die Landschaft wirkt vielleicht karg, aber sie bereitet sich darauf vor, wieder zu blühen und im neuen Licht zu erstrahlen.
Der Winter ist ehrlich, er lügt nicht. Er ist unerbittlich und kennt keine Gnade- außer du hast die Möglichkeiten seinen unangenehmen Eigenschaften zu entgehen. Genau dies führt - oder sollte dazu führen- dass wir uns innerlich wärmer fühlen.
Wir versuchen eine Wärme von innen auszustrahlen. Weihnachten, Geschenke und auch warme Getränke...
Anderen helfen, sich selber helfen.
Das Äußere wird weniger beachtet, dein Inneres dafür umso mehr.

Das Los der Zurückhaltenden

Schlechtere Noten durch subjektive Einschätzungen, nach Kriterien wie Rhetorik.
Weniger soziale Kontakte, da Ausdruck und Umgang dabei wichtig ist.
Weniger Respekt, obwohl derjenige am meisten Respekt verdient.
Immer wichtiger wird der Schein. Unwichtiger das Sein. Was für brilliante Aussichten.
Durch dieses Einzwängen und Zurückdrängen wird eine psychische Instabilität meinerseits hervorgerufen. Dieses Bestraftwerden durch das einfache Ausleben der eigenen Persönlichkeit mach mich krank.

Donnerstag, 6. Dezember 2012

Unsere Gesellschaft

Innere Werte werden immer unwichtiger...
Wer sich gut ausdrücken und mit Menschen umgehen kann, ist immer im Vorteil, egal ob wer egoistisch handelt oder nicht.
Ich gebe immer mein Bestes, achte darauf, dass ich das Richtige tue und niemanden verletzte oder behindere.
Aber wen kümmert das schon. Hauptsache du bist beliebt.

Montag, 15. Oktober 2012

Aus deinen Augen

Du siehst das gleiche wie ich- vielleicht in einer anderen Farbe, mein grün könnte aus deiner Sicht mein blau sein- und dennoch könnte es für dich etwas ganz anderes bedeuten. Ein Stift, ein Blatt Papier: Für die einen eine unbegrenzte Welt und für die anderen nur ein Stift, ein Blatt.
Ein kurzer Blick, ein schwaches Lächeln. Vielleicht für dich nichts besonderes aber für mich ein unruhiges Herz.
Und so bewegen wir uns durch die Welt, 7 Milliarden Menschen, die sich ICH nennen und den Rest, 7 Milliarden Minus 1 DU. 7 Milliarden Gesichter, doch nur wenige lassen wir in unseren Kreis... So viele Perspektiven und Sichtweisen, doch wir können nur unsere eigene sehen. Ich wünschte ich könnte deine sehen.

Freitag, 13. Juli 2012

Kontrolliere ich mein Gehirn oder kontrolliert mein Gehirn mich?

Das frage ich mich in letzter Zeit.
Vielleicht ist das Gehirn nur ein "Computer" der mich wie eine Maschine steuert? Oder nur eine Verbindung zu meiner Seele (falls es sowas überhaupt gibt), die ganz woanders, irgendwo im Universum verweilt.
Sollte man die Welt sehen wie Hobbes? Und uns unserem Gehirn "untergeben", denken, es ist einfach so wie es ist und dass man rein gar nichts verändern kann, denn jede scheinbare Veränderung ist ja wieder nur determiniert und es sollte so kommen, es liegt nicht an uns.
Oder denken, das wir etwas bewegen können? Stimmt das? Oder kontrolliert uns da nicht etwas? Wie unsere Umgebung oder Erziehung...
Jede einzelne Sekunde unseres Lebens zählt und bestimmt, was uns schließlich ausmacht. Und da jeder immer was anderes erlebt- dem einen geht es gut, dem anderen schlecht... Ist das nicht unfair?
Meiner Meinung nach, ist alles vorherbestimmt... Wir lassen uns treiben und wenn wir denken, wir würden etwas tun, was sich gegen die Strömung wendet, es ist doch nur ein Teil davon.
Aber trotzdem, das Problem ist, wenn wir so denken, dann wäre doch niemand motiviert zu leben... Also sollte man so tun, als ob alles nicht vorherbestimmt ist, damit man wenigstens nicht zu den Menschen gehört, die keine Lebensfreude haben. Auch wenn das wiederum meiner Meinung nach determiniert ist.
Daran kann ich aber sowieso nichts ändern.

Samstag, 5. Mai 2012

Minderwertigkeitskomplexe

Ich interessiere mich für Psychologie, aber ich habe noch keine richtige Literatur dazu gelesen, was dazu führt, dass ich im Moment kein Fachwissen aufweisen kann. Aber hier schreibe ich zunächst meine Eindrücke dazu.

Minderwertigkeitskomplexe: Ein heikles Thema. Man kann nicht wirklich offen darüber sprechen, außer man hat sehr gute Freunde (und Freunde, die 100% hinter einem stehen, gibt es nicht... natürlich gibt es sehr gute Freunde, aber wer hat es schon mal nicht erlebt, dass ein bester Freund einen hintergangen hat? Und sei es nur ein kleine Lästerei. Sowas ist aber vollkommen natürlich.). Aber Außenstehende können es spüren, wenn jemand Minderwertigkeitskomplexe hat...
Es gibt welche, die setzen eine Maske auf und versuchen, andere von einem zu überzeugen, indem sie versuchen, scheinbar "Schwächere" krampfhaft fertig zu machen. Auf der anderen Seite wiederum gibt es welche, die sich verstecken und untergehen... (Ich glaube diese sind eigentlich die "Stärkeren"... das ist so ein Gefühl... schließlich sind sie mehr oder weniger "sie selbst".)
Beliebt sind beide Varianten nicht, Menschenkenner durschauen sie sofort und die meisten verachten Menschen, die Minderwertigkeitskomplexe haben. Ich denke sogar, dass Menschen mit Minderwertigkeitskomplexen andere Menschen mit Minderwertigkeitspomplexen auch nicht respektieren können! (z.B. die 1. macht die 2. Variante fertig, die 2. hasst dafür die 1. Variante)
Was soll man schon sagen, wenn man MWK hat? "Mir geht es nicht gut. Ich denke, dass ich weniger wert bin als andere. Ich hindere mich selbst an meiner Selbsterfüllung und doch gebe ich, um nicht schlecht dazustehen, anderen die Schuld daran." Es würde nur sehr wenige geben, zu denen man das sagen könnte.
V. a. wenn man der 1.Variante angehört. Wer würde da einen ernst nehmen? Man hat ein Lügengebäude, eine Illusion von Selbstsicherheit konstruiert und plötzlich stürzt sie ein. Wer würde da noch hinter einem stehen? Bei der 2.Variante wäre es schon wahrscheinlicher, dass man darüber redet. Aber andere würden wahrscheinlich schon genug von der Melancholie dieser Person genervt sein. Man würde ihm vorwerfen, immer so traurig zu sein. Das ganze ins Lächerliche ziehen. Sodass man bereut je darüber geredet zu haben. Und schließlich verstummt.

Das einzige, was ich denke, was gegen Minderwertigkeitskomplexe hilft, ist einfach so zu tun als wären sie nicht da. Eine Maske aufsetzen, derjenige versuchen zu sein, der man sein will (damit meine ich nicht, andere zu kopieren oder wie bei der 1.Variante krampfhaft Selbstsicherheit vortäuschen). Bis man von der Umgebung akzeptiert wird. Und wenn man Sympathie von seinen Mitmenschen empfängt, wird die ursprüngliche Maske einverleibt.
Die Minderwertigkeitskomplexe verschwinden langsam... aber auch für immer.

Donnerstag, 5. April 2012

Auf der guten Seite

Ein kleines Zitat aus einer Fernsehserie, das mich sehr berührt hat. Ich meine, es stimmt! Es gibt so viele Menschen denen ich vertraut habe und die mich dann verletzt haben. Aber ich könnte sie nie verletzen. Und oft fühle ich mich deshalb wie ein Verlierer.

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Manche sagen, dass die Bösen immer gewinnen.
Manchmal ist der Böse ein ätzender Freund.
Manchmal ist der Böse der Typ, mit dem man seit Ewigkeiten streitet.
Und manchmal ist der Böse eine Krankheit, gegen die man keine Chance hat.
Man kann einfach nur weitermachen und hoffen, dass man irgendwann belohnt wird, der Gute zu sein.
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Dienstag, 3. April 2012

Ein Gedicht

Hier ein Gedicht. Das habe ich vor ca. einem Jahr gefunden und ist sozusagen mein Lieblingsgedicht...

Das Andere - Martin Kessel

Du gehst noch einen Schritt,
du bist dir noch ganz gleich,
da geht schon jemand mit
aus einem anderen Reich.

Du stehst noch voll im Licht
Und sagst noch ich und du,
da lauscht schon ein Gesicht
Und lächelt still dazu.

Vielleicht, es fällt der Schnee
auf dein erträumtes Haus,
es tut noch gar nicht weh,
da trägt man dich hinaus.

Wer sagt, wie unterdes
dein Herz dir so entkam?
Ob wohl ein Sperling es
im Flug so mit sich nahm?

Mittwoch, 29. Februar 2012

Wahrnehmung

Es ist mir schon oft aufgefallen. Dass wir uns fast immer an anderen orientieren. Wenn jemand, der beliebt ist, eine bestimmte Person ausgrenzt, werden alle anderen meistens denjenigen auch ignorieren.
Wir haben einen unsichtbaren Filter in uns. "Ja, mit ihm versteht sich jeder gut, ich will mich mit ihm anfreunden." Oder " Der scheint nett zu sein aber alle anderen mögen ihn nicht also mag ich ihn auch nicht."
Vor allem wenn dann doch jemand den Teufelskreis bricht sieht man diesen Vorgang... Natürlich muss der, der den Teufelskreis gebrochen hat auch Einfluss haben. Schnell suchen dann andere mit dem vorher Ignorierten auch Kontakt.
Diese Person hat aber immer noch den gleichen Charakter!
Im Kontakt mit anderen kommt es am Ende also nicht auf unseren Charakter an, sondern wie die breite Masse uns wahrnimmt.
Und das finde ich sehr schade...

Freitag, 27. Januar 2012

Das wohl einfachste und komplizierteste zugleich: Liebe.
Wie kann man jemanden dazu bringen, sich für einen interessieren, wenn man nie mit ihm geredet hat? Tja, das müsste ich eine bestimmte Person mal fragen.
Was ist Liebe überhaupt? Kann man sagen, man liebt einen, wenn man ihn nur ein paar mal gesehen hat? Gar nichts von ihm weiß? Ich verabscheue sowas.
Und trotzdem schreibe ich das.